Wir bedanken uns bei 42.810 Berlinerinnen und Berlinern, die das Volksbegehren Berlin Werbefrei unterschrieben haben.

Gemeinsam fordern wir eine deutliche Reduzierung kommerzieller Werbung im öffentlichen Raum und ein Werbeverbot an Schulen und Hochschulen.

 

Pressemitteilung

Berlin, 13. Juli 2018 – Die Initiative Berlin Werbefrei hat heute mit der Abgabe von 42.810 Unterschriften das formale Verfahren zu einem Volksbegehren eingeleitet. Wird der Gesetzentwurf umgesetzt, kann Berlin damit modellhaft zur ersten werbefreien Hauptstadt Europas werden. Werbung im öffentlichen Raum wird von vielen Stadtbewohner*innen zunehmend als visuelle Umweltverschmutzung wahrgenommen…weiterlesen


 

Die Stadt wird schöner – werbefrei

Werbebotschaften sind im städtischen Raum allgegenwärtig. Die Gestaltung der Stadt wird durch Werbung überlagert und der öffentliche Raum zunehmend kommerzialisiert. Dadurch verliert unsere Stadt ihr individuelles Gesicht. Die geplante Digitalisierung von mehr als 1.000 Werbeanlagen ab Januar 2019 wird diese Entwicklung noch verstärken.

Ziel des Gesetzesvorhabens ist deshalb eine deutliche Reduzierung der Außenwerbung und ein Verbot digitaler Werbeanlagen im öffentlichen Raum. Plakate für kulturelle, politische, sportliche und ähnliche Veranstaltungen sowie für Gemeinnütziges wird es weiterhin an Litfaßsäulen, Kulturflächen und Haltestellen geben. Produktwerbung ist nur noch am Ort der Leistung (z.B. Läden, Gaststätten) zulässig.

 

Es werden sich neue Perspektiven auf unsere Stadt eröffnen. Der Blick wird frei auf Gebäude, Grünflächen oder einfach den Himmel über Berlin.

>> Außenwerbung


Öffentliche Einrichtungen

Werbung und Sponsoring in Kitas, Schulen und Universitäten gefährden die Neutralität und Unabhängigkeit öffentlicher Bildungseinrichtungen. Die Grenzen zwischen wirtschaftlichen Interessen und Bildungsauftrag verschwimmen. Der Gesetzentwurf sieht daher ein Werbeverbot in Kitas, Schulen und Hochschulen vor. Sponsoring ist dann erlaubt, wenn eine Beeinflussung ausgeschlossen ist und der Grundsatz der Transparenz gewahrt wird.

>> Öffentliche Einrichtungen


Herabwürdigende und diskriminierende Werbung

Werbung vermittelt oft fragwürdige Leitbilder. Insbesondere Frauen sind davon betroffen: Sie werden in vielen Werbemotiven zum Objekt reduziert und für Verkaufszwecke instrumentalisiert.
Die freiwillige Selbstkontrolle durch die Werbewirtschaft ist weder ausreichend, noch demokratisch legitimiert. Das AntiKommG hebt daher die Regeln gegen herabwürdigende oder diskriminierende Werbung auf eine gesetzliche Ebene.

>> Diskriminierende Werbung


 


News

42.810 Unterschriften für Berlin Werbefrei
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Kamapagne gegen Tabakwerbung zum Weltnichtrauchertag
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Paris – Berlin

„Ich unterstütze Eure Aktion als nationaler Sprecher der französischen Grünen von EELV (Europe Écologie – Les Verts) und auch als Stadtverordneter der Region Ile de France und somit als Abgeordneter von Paris. Ich liebe Eure Vorher-Nachher Bilder!

Wir arbeiten in Paris mit Aktivisten auch daran, die Werbung zu reduzieren!“

Julien Bayou

 

Film: „Bäume statt Werbetafeln“

Grenoble hat 2014 als erste europäische Stadt neue Regeln für Werbung im öffentlichen Raum erlassen und diese drastisch eingeschränkt. Unser Doku-Team hat die Stadt besucht, den Bürgermeister interviewt und einen Film darüber gedreht.