Nach drei Wochen ist die Sammelfrist für das Volksbegehren „Hamburg Werbefrei“ zu Ende gegangen. Über 50.000 Menschen haben das Anliegen unterstützt. Auch wenn das Quorum formal verfehlt wurde, hat die Initiative gezeigt, dass eine Debatte über die Gestaltung des öffentlichen Raums dringend notwendig ist.
Die massive Gegenkampagne des Fachverbands Außenwerbung hat für Irritationen hinsichtlich der Ziele der Initiative geführt und für Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt. Insbesondere hat diese den Eindruck erweckt, dass das Werberegulierungsgesetz eine Beschränkung der Werbemöglichkeiten für soziale und kulturelle Akteure bezwecke. Das Gegenteil ist der Fall. Der Gesetzentwurf sieht eine Privilegierung von Veranstaltungswerbung vor. Die Kampagne des Fachverbands Außenwerbung hat die Kritik der Initiative an der Meinungsmacht der Außenwerbeunternehmen bestätigt.


