SPD

Frank Jahnke, MdA, Sprecher für Wirtschaftspolitik:

„Es ist ein berechtigtes Anliegen, den öffentlichen Raum vor optischer Vermüllung zu bewahren.“ Wenn man auf Werbung verzichte, fielen allerdings Einnahmen weg. Jahnke hält es deswegen für wichtig, Werbung zur Finanzierung etwa von öffentlichen Sanitäranlagen oder Bushaltestellen weiterhin dauerhaft zuzulassen. „Man müsste klar definieren, wie groß diese Werbung sein dürfte und wofür die Einnahmen verwendet werden.“

http://www.taz.de/Volksbegehren-gegen-Werbung-in-Berlin/!5497119/

 

Daniel Buchholz, MdA, Sprecher für Stadtentwicklung:

„Durch die neuen Verträge haben wir glücklicherweise bereits deutlich weniger Werbung in der Stadt. Das ist ein kleiner Erfolg gegen die Werbeflut. Eine Geschmackspolizei oder einen Wächterrat, der entscheidet, welche Werbung erlaubt ist und welche nicht, finde ich schwierig. Von einigen Verbesserungen abgesehen, gibt es für ein werbefreies Berlin keine Mehrheit in der Fraktion. Berlin wäre dadurch deutlich langweiliger.“

https://interaktiv.tagesspiegel.de/werbestadt/

 

Die Linke

Beschluss zur Unterstützung des Volksbegehrens Berlin Werbefrei auf dem Landesparteitag am 14. April 2018

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher sagte der taz, sie könne nicht für den Senat sprechen. „Aber dass der öffentliche Raum nicht in zu starkem Maße kommerzialisiert werden sollte, kann ich gut nachvollziehen.“

http://www.taz.de/Volksbegehren-gegen-Werbung-in-Berlin/!5497119/

 

Katalin Gennburg, MdA, Sprecherin für Stadtentwicklung:

„Die wirklich gewinnbringenden Werbeflächen helfen ja den multinationalen Konzernen und nicht dem Mittelstand“, so Gennburg zur taz – „und dem Gemeinwohl schon gar nicht.“

http://www.taz.de/!5474642/

„Ich bin ein großer Fan der Initiative. Die Linke unterstützt „Berlin Werbefrei“ als Landespartei ganz offiziell. Es ist ein sehr wichtiges Anliegen über Elemente nicht kommerzieller Stadtentwicklung nachzudenken. Es muss einen öffentlichen Raum geben, in dem man nicht dauerhaft mit Konsumfragen konfrontiert wird. Wir werden uns mit diesem Thema intensiver befassen und die Initiative unterstützen.“

https://interaktiv.tagesspiegel.de/werbestadt/

 

Grüne

Werner Graf, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Berlin:

„Rund 40.000 gesammelte Unterschriften für die Initiative ‚Berlin werbefrei’ zeigen, dass eine Debatte über Werbung im öffentlichen Raum dringend notwendig ist. Wir begrüßen und unterstützen die Debatte und freuen uns, dass diese aus der Zivilgesellschaft heraus angestoßen wird. Das Berliner Stadtbild ist derzeit zu sehr von Werbung geprägt. Der öffentliche Raum in der Stadt gehört allen und die Berlinerinnen und Berliner wollen zurecht mitentscheiden, wie dieser Raum gestaltet wird. Wir finden es gut, dass es eine Initiative aus der Stadtgesellschaft gibt, die sich mit der zunehmenden Kommerzialisierung des öffentlichen Raums beschäftigt.“

https://gruene.berlin/pressemitteilung/werner-graf-kommentiert-volksbegehren-berlin-werbefrei

 

Harald Moritz, MdA, Verkehrspolitischer Sprecher:

„Zu klären wäre natürlich, wie sich der Gesetzesentwurf von „Berlin Werbefrei“ mit den geschlossenen Werbeverträgen vereinbaren lässt. Aber es ist grundsätzlich richtig, zu überlegen, wie man weniger störende Werbung in der Stadt hat. Das nimmt ja ein ziemliches Ausmaß an. Als Fraktion haben wir noch keinen Beschluss getroffen, wie wir uns bei einer möglichen Abstimmung verhalten würden.“

https://interaktiv.tagesspiegel.de/werbestadt/

 

Katrin Schmidberger, MdA, Sprecherin für Stadtentwicklung:

 „Wir teilen die Forderung, dass der öffentlichen Raum nicht mit Werbung zugeballert werden sollte.“

http://www.taz.de/Volksbegehren-gegen-Werbung-in-Berlin/!5497119/

 

CDU

Stefan Evers, MdA, Sprecher für Stadtentwicklung:

„Ich habe nicht das Gefühl, dass die Stadt übermäßig an Werbung leidet oder dass die Berliner fremdbestimmt sind. Außerdem kann Berlin auf die Werbeeinnahmen nicht verzichten. Eine Einschränkung der Werbung würde eine höhere Belastung für Berliner mit sich bringen. Das wollen wir nicht. Als deutlich größeres Problem sehe ich die illegale Werbung. Das ist Verunstaltung und Verschandelung.“

https://interaktiv.tagesspiegel.de/werbestadt/

 

AfD

Harald Laatsch, MdA, Sprecher für Stadtentwicklung:

„Ich halte nichts von der Initiative und sehe keinen Anlass Außenwerbung einzuschränken. Werbung mach Sinn, weil sie mich informiert. Wir als Fraktion wären dagegen.“

https://interaktiv.tagesspiegel.de/werbestadt/

 

FDP

Florian Swyter, MdA; Sprecher für Wirtschaft:

„Wir werden so einen platten Spruch wie „Berlin Werbefrei“ nicht unterstützen. Ich sehe keinen Handlungsbedarf für Restriktionen. Das, was wir an Gesetzen haben, ist ausreichend, um ein Gleichgewicht herzustellen zwischen Stadtbild, Ästhetik und Werbefreiheit. Ich will kein Stadtbild „DDR reloaded“.

https://interaktiv.tagesspiegel.de/werbestadt/

 

Europa:

Julien Bayou, nationaler Sprecher der französischen Grünen:

„Ich unterstütze Eure Aktion als nationaler Sprecher der französischen Grünen von EELV (Europe Écologie – Les Verts) und auch als Stadtverordneter der Region Ile de France und somit als Abgeordneter von Paris. Ich liebe Eure Vorher-Nachher Bilder!

Wir arbeiten in Paris mit Aktivisten auch daran, die Werbung zu reduzieren!“